Einleitung: Nicht jeder „Marktplatz“ funktioniert gleich
Wer Mentions in Online-Medien buchen will, stößt schnell auf Dutzende Plattformen — von Self-Service-Marktplätzen bis zu Resellern, die Medien im Paket verkaufen. Was auf den ersten Blick ähnlich wirkt, unterscheidet sich bei der Gebührenlogik fundamental.
Dieser Artikel ordnet die gängigen Modelle ein, zeigt Rechenbeispiele und erklärt, warum mention.media bewusst einen Drittweg wählt: Publisher-Preis 1:1 plus fixe Service-Fee — ohne Prozent-Aufschlag auf Medienpreise.
Stand: August 2026, basierend auf öffentlich zugänglichen AGB/FAQ der Anbieter. Gebühren können sich ändern. Keine Wertung einzelner Anbieter — strukturelle Einordnung.
Zwei Gebühren-Welten (plus Reseller)
Link-Marktplätze nutzen mindestens drei unterschiedliche Logiken — nicht „einfach 20–30 % Provision“:
| Modell | Wer zahlt? | Beispiele (öffentlich dokumentiert) | Publisher erhält |
|---|---|---|---|
| Publisher-Provision | Publisher (Abzug vom Listenpreis) | Blogmission/publuence 30 %, BacklinkHub 20 %, BetLink 10–20 %, Links.me ~10 %, Collaborator 15 % Auszahlung | 70–90 % des Listenpreises |
| Advertiser-Aufschlag | Advertiser (Marge auf Publisher-Preis) | WhitePress, Linkhouse, Getfluence, Getlinko, Growwer | 100 % des Publisher-Preises — Endpreis oft intransparent |
| Reseller/Handel | Advertiser (unbekannte Spanne) | Paper Club, teils Publication Media | vereinbarter Einkaufspreis, Verkaufspreis undurchsichtig |
Bei Publisher-Provision sieht der Advertiser oft den Listenpreis — der Publisher verliert aber einen Anteil bei der Auszahlung. Bei Advertiser-Aufschlag behält der Publisher 100 %, der Endpreis für den Advertiser ist jedoch häufig undurchsichtig.
Was das für Advertiser bedeutet
Der sichtbare Listenpreis ist nicht immer der Endpreis. Bei Advertiser-Aufschlag-Modellen kann die Plattformmarge auf den Publisher-Preis aufgeschlagen werden — ohne dass Medienpreis und Plattformgebühr getrennt ausgewiesen sind.
Konsequenz: Teure Premium-Medien werden für Advertiser schnell deutlich teurer, wenn die Plattform prozentual mitverdient. Bei 25 % Aufschlag auf 400 € Publisher-Preis zahlst du 500 € — bei 30 % sogar 520 €.
Was das für Publisher bedeutet
Bei Publisher-Provision-Modellen zahlst du als Publisher indirekt die Plattformgebühr: Bei 30 % Provision auf einen Listenpreis von 300 € erhältst du nur 210 € — obwohl der Advertiser möglicherweise 300 € sieht.
100 % Auszahlung klingt attraktiv — ist es oft auch. Aber nur, wenn der Advertiser-Preis transparent ist und nicht versteckt aufgeschlagen wird.
Das mention.media-Modell
mention.media wählt einen Drittweg:
- Publisher-Preis 1:1 — Advertiser zahlen den Medienpreis direkt an den Publisher
- 29,95 € netto Service-Fee — fixe Plattformgebühr pro Buchung, vom Advertiser getragen
- Beide Positionen getrennt sichtbar — auf der Plattform und in der Abrechnung
Publisher Price Promise: Dein Preis ist dein Preis — kein Prozent-Aufschlag auf Medienpreise.
mention.media verdient bei 200 € und 2.000 € Publisher-Preis gleich viel (29,95 €). Es gibt keinen Anreiz, teure Medien zu pushen.
Rechenbeispiele: mention.media vs. 25 % und vs. 30 %
Bei 200 € Publisher-Preis
| 25 % Provision | 30 % (Blogmission/publuence) | mention.media | |
|---|---|---|---|
| Publisher-Preis | 200 € | 200 € | 200 € |
| Plattform-Anteil | +50 € | +60 € | +29,95 € Service-Fee |
| Advertiser zahlt | 250 € | 260 € | 229,95 € |
| Publisher erhält | 200 € | 200 € | 200 € |
| Ersparnis vs. mention.media | — | — | 20,05 € / 30,05 € |
Bei 300 € Publisher-Preis
| 25 % | 30 % | mention.media | |
|---|---|---|---|
| Advertiser zahlt | 375 € | 390 € | 329,95 € |
| Ersparnis | 45,05 € | 60,05 € | — |
Bei 500 € Publisher-Preis
| 25 % | 30 % | mention.media | |
|---|---|---|---|
| Advertiser zahlt | 625 € | 650 € | 529,95 € |
| Ersparnis | 95,05 € | 120,05 € | — |
Bei 1.000 € Publisher-Preis
| 25 % | 30 % | mention.media | |
|---|---|---|---|
| Advertiser zahlt | 1.250 € | 1.300 € | 1.029,95 € |
| Ersparnis | 220,05 € | 270,05 € | — |
Break-even & effektive Gebühr
Ab ca. 120 € Publisher-Preis ist die fixe Service-Fee günstiger als 25 % Marktplatz-Provision.
Die effektive Service-Fee sinkt mit steigendem Medienpreis:
- bei 300 € = 9,98 %
- bei 1.000 € = 3 %
Bei sehr günstigen Placements unter 100 € kann eine prozentuale Provision theoretisch günstiger sein — für Premium-Medien und wiederkehrende Buchungen lohnt sich das Fixmodell fast immer.
Kein Interessenkonflikt
Klassische Plattformen verdienen mit, je teurer das Medium. mention.media nicht. Zwei getrennte Positionen auf der Rechnung: Medienpreis + Service-Fee. Das ist planbar für Budgets, Outreach und Agentur-Kalkulationen.
Fazit
Link-Marktplätze sind nicht gleich. Wer Medienpreis und Plattformgebühr trennt, schafft Transparenz für Advertiser und faire Auszahlungen für Publisher.
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